Angriffssimulationen
Angriffe zum Durchspielen — die Kette, die Angriffsfläche, das Postfach.
Diese drei Bausteine vermitteln, was eine Aufzählung nicht kann: dass Sicherheit mehrschichtig ist, dass ein vergessenes System genügt, und dass nicht jede dringliche Nachricht ein Angriff ist.
Alle drei stammen aus den Live-Hacking-Modulen von coactum-nuggets, wo 42 einzelne Szenarien als je eigene Vue-Dateien lagen. Was dort wiederkehrte, steht jetzt hier als Baustein; was angegriffen wird, steht im Markdown. Die Szenarien selbst — Cloud-Fehlkonfiguration, Makro-Dokument, Deepfake-Anruf und so weiter — sind Inhalt und gehören ins Modul, nicht in die Bibliothek.
Die Flächen bleiben in beiden Modi dunkel, wie LmsCta. Eine
Angriffsvorführung auf weißem Grund nimmt sich selbst die Wirkung.
LmsAttackChain
Die zentrale Einsicht, und die einzige, die sich mit einer Aufzählung nicht vermitteln lässt: die Kette muss nur an einer Stelle brechen. Wer das einmal gesehen hat — der Angriff läuft los, erreicht Stufe drei, und dort ist Schluss — argumentiert danach anders über Budgets.
Mit budget wird daraus eine Entscheidung unter Knappheit: nicht alle Maßnahmen
sind bezahlbar, also entscheidet, wo in der Kette man ansetzt. Eine Stufe mit
recovery: true bedeutet nicht Abwehr, sondern Wiederherstellung — der Schaden
trat ein, blieb aber folgenlos.
Ransomware stoppen — mit Budget
75 Punkte, sechs Maßnahmen. Wählen Sie und starten Sie den Angriff.
Sie haben ein begrenztes Sicherheitsbudget. Wählen Sie Abwehrmaßnahmen und starten Sie den Angriff — die Kette muss nur einmal brechen.
75 von 75 Punkten frei
- 1ErstzugriffPhishing-Mail (T1566)
- 2AusführungMakro → PowerShell (T1059)
- 3PersistenzGeplanter Task (T1053)
- 4Laterale BewegungSMB / gestohlene Logins (T1021)
- 5ExfiltrationUpload in fremde Cloud (T1567)
- 6VerschlüsselungRansomware (T1486)
Ohne Maßnahmen
Ohne defenses steht die Kette nur da — die statische Darstellung der Quelle.
So verlief der Angriff auf einen Zulieferer im vergangenen Jahr.
- 1ErstzugriffGestohlene VPN-Zugangsdaten
- 2ErkundungNetzwerk-Scan über drei Wochen
- 3RechteausweitungUngepatchter Domänencontroller
- 4Exfiltration40 GB in eine fremde Cloud
LmsAttackSurface
Die häufigste Übungsform der Live-Hacking-Module: eine Liste von Systemen, jedes falsch konfiguriert, jedes mit einem Schalter. Wer alles umlegt, sieht den Scan ins Leere laufen; wer eines vergisst, sieht genau dort die Beute.
Die Erkenntnis entsteht durch das Ausprobieren: dass ein vergessenes System genügt, merkt man erst, wenn man drei abgesichert hat und der Scan trotzdem etwas findet.
Cloud-Konto — was steht offen?
Sichern Sie einzelne Ressourcen ab und lassen Sie erneut scannen.
Schalten Sie jede Ressource sicher und starten Sie den Scanner des Angreifers — gefunden wird nur, was falsch konfiguriert ist.
- Object-Storage „backups"öffentlich lesbar
- Datenbank „prod-db"erreichbar von 0.0.0.0/0
- Rolle „ci-runner"Rechte *:* (Vollzugriff)
- VerwaltungskonsoleAnmeldung ohne zweiten Faktor
LmsMailTriage
Die wirksamste Übungsform, weil sie die eigentliche Schwierigkeit abbildet: nicht jede dringliche Mail ist ein Angriff, und nicht jede harmlos klingende ist echt. Wer nur Phishing-Beispiele sieht, lernt Misstrauen gegen alles — hier stehen echte Nachrichten dazwischen, und ein falscher Alarm zählt als Fehler.
Die Auflösung erscheint nach der Entscheidung, nie davor. Das gilt auch für
die echte Absenderadresse und die Verweisziele: LmsMockMail legt sie erst mit
reveal offen, sonst stünde die Antwort schon in der Aufgabe.
Vier Nachrichten, zwei davon echt
Öffnen, prüfen, entscheiden. Erst danach sehen Sie Adresse, Linkziel und Prüfergebnisse.
Vier Nachrichten liegen im Postfach. Prüfen Sie Absender, Verweise und Anhang — dann entscheiden Sie.
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